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Das Uhren- und Dekolletierungs-museum lädt Sie ein, die Geschichte und Entwicklung von Berufszweigen zu entdecken.
Das Fachwissen der Dekolletierungs-spezialisten wurde stark durch die industrielle Entwicklung im XX. Jahrhundert beeinflusst.
Im Laufe der Zeit wurde das Arve-Tal zum europäischen Pol im Bereich der mechanischen Teilerzeugung, höchstwahrscheinlich auch zur weltweiten Metropole bezüglich Dekolletierungstechniken.

DAS ARVE-TAL:
zwei Jahrhunderte unerreichtes Fachwissen im Bereich Fein-bzw.
Präzisionsmechanik

Vom Weidegebiet zur Uhrenfabrikation...

Im 13. Jahrhundert lebte das Tal ausschließlich von der Landwirtschaft. Da die Winter jedoch sehr lang sind, begannen viele der Männer neue Einnahmequellen zu suchen und begannen also mitunter sich sehr weit zu entfernen.

Im Jahre 1720 traf es sich, dass einer von ihnen, namens Claude Ballaloud von Deutschland zurückkehrte, wo er in Nürnberg eine ausgezeichnete Schulung in der Uhrenfabrikation genießen konnte.

An den Bauerhöfen begriff man sofort die Notwendigkeit, mit der Fabrikation von Uhrrädchen für Genfer Firmen zu beginnen. Er gründete also eine Handwerksgilde, die sich schnell in die benachbarten Orten ausdehnte. In rascher Zeit  breitete sich die Uhrenerzeugung über das ganze Territorium aus: ein neuer Berufszweig war geboren.

Von der Uhrenfabrikation zum Dekolletieren...

Les ateliers familiaux se multiplient. A la veille de la Révolution, on compte déjà 115 horlogers. On acquiert un savoir-faire très réputé, si bien qu'en 1848, le Docteur Firmin Guy crée à Cluses la prestigieuse Ecole Royale d'Horlogerie, devenue l’Ecole Nationale d’Horlogerie, vivier de chefs d’entreprises, de cadres et de techniciens.

Die Familienhandwerksstätten multiplizierten sich rasch und kurz vor der französischen Revolution zählte man schon 115 Uhrenerzeuger.


Man eignete sich ein  so sehr berühmtes Fachwissen an, sodass der Dr. Firmin Guy im Jahr 1848 die hervorragende „Ecole Royale“ (königliche Schule) für Uhrenfabrikation, die später zur Nationalschule für Uhrenfabrikationen wurde, unterstützt von Firmenchefs und technischen Fachkräften, gründete. Schnell ging man von einem handwerklichen Status auf einen industriellen über.
Ab 1890 tauchen die ersten zu dekolletierenden Serienarbeiten aus der Schweiz kommend auf und verstärken zusätzlich die Industrialisierung. Als gerechter Nachfolger der Uhrenfabrikation sah die Dekolletierungsindustrie somit ihre Zeit kommen. Der lang anhaltende Krieg und die Bedürfnisse der Armee zur Verteidigung machten eine Veränderung von der Uhrenindustrie zur Munitionserzeugung, was die Techniken des Dekolletierens aktivierte, notwendig. Die immer zunehmenden Bedürfnisse in der Flugtechnik, Elektrizitätswesen, Automobilindustrie und in der Fotografie versicherten dem Tal einen rasenden Erfolg.



Und so kommt es, dass die Dekolletierungsindustrie zur Hauptbeschäftigung des Tales wurde..
...zum Tal der Technik

Auch heute ist Frankreich weltweiter Leader im Bereich von Dekolletierungstechniken mit seinen ungefähr 900 Unternehmen und seinen 19 000 Angestellten mit einem Umsatz von über 2 Milliarden Euros.
Aus Anerkennung dieser Tatsache wurde ihm der Qualitätstitel: „Technic Vallée“=Tal der Technik ein verliehen.
Moteur Tubulaire

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Originelle Definition

Die Schraube war das erste Produktionserzeugnis: für die Herstellung beginnt man mit einer Metallstange, die den Durchmesser des Schraubenkopfes hat; um den unteren Teil, sprich das Gewinde zu erzeugen, benötigte man einen Arbeitsschritt, der darin bestand, den Schraubengang einzuschneiden und das überstehende Material (im Französischen wird es als Schlinge oder Kragen bezeichnet=le collet) zu entfernen: demzufolge entstand das Wort „Entkragung bzw. Entschlängelung“= décolletage »

Aktuelle Definition

Fabrikation von mechanischen Teilen, ausgehend von einer Metallstange in Klein-, Mittel- oder Großserien durch konventionelle, automatische oder digital gesteuerte Reihenproduktion .